Neujahrsbrief 2026

Galaktische Ausblicke und kosmisches Kuriositätenkabinett

Ein kurzer Rückblick lässt das vergangene Jahr pierunnisch mit der Trias zusammenfassen: Show, Spektakel, Deal. Damit ist fast alles gesagt. Hin und wieder braucht es Goldbaren und eine Rolex doch künftig sollte mehr Fantasie im Spiel sein. Freudig erstelle ich Ihnen nun das Horrorskop 2026. In einem Tortendiagramm dargestellt, lassen sich daraus sehr schöne Überraschungen ablesen – ohne zu tschinkern oder dem Sofortbesserwissertum zu verfallen.

Natürlich sei vorweggenommen, dass nicht jede Deutung gelingsicher ist. Doch in einem galaktischen Schöpfungsmoment kann ich Ihnen mit Akkuratesse sagen, wohin die Reise geht; dies zum einmaligen Fixpreis.

Die Überschussbevölkerung in unserem globalen Rauchfankehrerbetrieb wird uns sicher beschäfti-gen. Unter der Sonne-Venus-Mars-Konjunktion im Steinbock kann es zu Höhenlungenödemen kommen. Das System ächzt und stöhnt – man merkt, wie eng die Luft wird, besonders im ersten Viertel des Jahres an den Bedarfshaltestellen. Mars macht nicht immer mobil bei Arbeit, Sport und Spiel, sondern blockiert manchmal die Sonne. Das Sextil am Himmel ist ein schöner Aspekt. Jupiter wird ab August zu Hilfe kommen. Vieles bricht weg. Die meisten verabschieden sich am besten von Dingen, die ihnen nicht mehr gut tun.

Die ungeduldigen Widder müssen Geduld üben. In der Chefetage wird der Zollhammer geschwungen, und Austausch ist wichtig. Liebesmässig ist anfangs Jahr noch nicht viel los. Trotz des stürmischen Mars ist Langmut angezeigt. Ab April und Mai kann dann durchgestartet werden; das gilt besonders für Herzensangelegenheiten und die private Geldbörse.

Die Stiere haben sich nach der Saturnphase gut erholt. November und Dezember waren zweifellos stressig. Nun kann mit Elan ins neue Jahr gestartet werden; berufliche Veränderungen werden glücken. Stiere befinden sich in der Warteposition, bald sind sie vollen Mutes. Hier ein kleiner Tipp: Suchen Sie sich einen Stier, wenn Sie auf verlässliche Partner bauen.

Die geistreichen Zwillinge folgen der Grundmandatsklausel. Sie sind leicht zu duppen – und schon läuft vieles fast von alleine. Wo sie zuvor alles in Bausch und Bogen warfen, steuern sie ab Juni als Seriengriller langsam auf ihre Hochzeit zu. Die Sterne stehen günstig – fast wie ein randomized-control-trial-design, das einen Aufbruch zu einer neuen Menschheitsordnung signalisiert.

Während Jupiter zur Sonne wandert, werden die Krebse direkt beeinflusst und zählen zu den Glückskindern. Sie verlassen ihre Krebsschale, sind stärker, mutiger und wagen beruflich neue Wege. Still in sich hineinleiden ist jetzt vorbei – sie sind ganz auf Zweisamkeit eingestellt, und die Venus leuchtet.

Löwen sind als Sonnenzeichen Geradeausmenschen und bewegen sich gerne auf der Sieger- und Gewinnerseite. Auch wenn es einmal schwierig ist, stehen sie immer wieder auf. Sie sind die Gipfelstürmer: schnell begeisterungsfähig, mit gesundem Egoismus ausgestattet. Den Erfolg gilt es nicht nur für sich zu geniessen, sondern im Mantelstudium zu erlernen.

Die pingeligen und zugleich chaotischen Jungfrauen wurden so richtig gebeutelt. Sie standen das ganze vergangene Jahr über im krispen Wind. Es ist kaum beschreibbar, was sie erleiden mussten. Kerkerketten dominierten die Partnerschaft und gesundheitlich herrschte eine eklatante Prinzipienlosigkeit vor. Jetzt zeigt die Saturnphase ganz klar: Ab März wird das Leben für sie hablich. Sie gewinnen an Aufwind und verfügen über das Potenzial, sich zum Homo illuminus zu wandeln.

Etwas technisch ausgedrückt sind Waage-Menschen äusserst harmonische Wesen. Sie sind die absoluten Schwachstromapparatemonteure unter den zwölf Tierkreiszeichen. Sie wollen ein ausgeglichenes Umfeld. Anfangs Jahr bis März machen sich Störfaktoren bemerkbar: Blockbodenbeutel. Ab September bis Oktober zählen sie dann zu den Glückskindern. Sie werden sich wohnlich verändern; das verrät die Wiederansiedlungskommission. Abgesehen davon sind sie offen für die Liebe.

Skorpione haben in der langen Saturnphase wirtspezifisch alles abgeschlossen. Kein Stern blieb über dem andern. Jetzt wird das Leben total neu gestaltet. Der Stachel ist eingezogen, und es steht deutlich ein gutes Jahr bevor. Ab Juni hilft der positive Jupiter-Einfluss. In der Liebe zeigen sich Skorpione manchmal auch einengend. Vorsicht, es droht Kinderlandverschickung und das ist nix für einen Wassermann oder Schützen!

Schützen leiden unter Nachverdichtung. Noch deutlicher ausgedrückt: Partnerschaft? Nein. Das interessiert sie derzeit nicht. Sie haben sich im Single-Dasein eingerichtet – mit Aussicht. Die Zweisamkeit unter einem Dach wirkt karzelar, fast wie eine schlecht belüftete Idee. Und das wird auch noch eine Weile so bleiben. Dafür öffnet sich beruflich der Raum. Der weg ist frei, die Schneise geschalgen. Wer jetzt nicht losgeht, bleibt freiwillig stehen.

Die Steinböcke sind die grossen Planer unter den Sternzeichen. Nichts wird dem Zufall überlassen. Alles steht in der Grundmandatsklausel. Sie haben den Weg der Geigenkopffarnspitzen eingeschlagen und sind angekommen. Sie haben sich beruflich selbständig gemacht und das fruchtet trotz Scharwächterlein. In der Partnerschaft zeigen sie sich verlässlich und beständig, aber sehr nüch-tern. Von Januar bis März wirkt Merkur. Achtung: Beim Sport wäre ein bisschen Vorsicht angesagt

Wassermänner sind sehr geistreiche, lustige Menschen – immer der Zeit voraus. Sie können sich unglaublich schnell in dieses Zeitalter der künstlichen Intelligenz, den modernen Mediengeschich-ten hineinfühlen. Wenn Stillstand kommt, werden sie ungeduldig. Sie haben viele Trennungen durchlebt. Das fühlt sich katastrophal an und ist als Reinkastration zu verbuchen. Das kommende Jahr ist diesbezüglich gut. Im Blick auf Partnerschaft könnte wieder Normalität einkehren.

Auch die Fische geraten unter Druck. Der Saturnübergang trifft sie voll – ein Ereignis, das nur alle 29.5 Jahr vorbeikommt und selten sanft ist. Ein Jahr der Ermüdung, der Prüfung, der schwindenden Widerstandskraft. Vieles fühlt sich zäh an, manches schlicht zu viel. Eine Kur ist angeraten – am besten mit Wiesenmilch. Rückzug, Regeneration, leise Neuordnung. Ab Mai bis Juni beginnen sich die Dinge zu verschieben. Ab August klart es auf. Nicht alles ist gut, aber vieles wieder möglich.

Ohne in einen Verallgemeinerungsrausch zu verfallen, darf ich festhalten: die Zeit kommt auf uns zu und mit ihr ein Gmögigkeitsfaktor, der sich mit Nackthafer multipliziert und darum die Sinnsuche für dieses Jahr ins Zentrum stellt. Denn alles läuft auf Pluto zu.

Mit diesen Aussichten und einer fetten Portion Kokolores treten wir querschlank und mit kultierter Lunge ins neue Jahr. Ich wünsche nur das Beste!

Herzlich, Ihre Meteora Kosmonides von Astro-Talk